Bevor das Projekt AKTIV starten konnte, setzte sich die Gemeinde bereits umfassend mit der Thematik auseinander.

Nach ersten Schadensbehebungen und Reparaturarbeiten hat die Gemeinde Oststeinbek in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Südstormarn die HSE Hamburger Stadtentwässerung AöR – ein Unternehmen von Hamburg Wasser – beauftragt, eine Modellierung des Entwässerungssystems zu erstellen sowie Maßnahmen zum Hochwasserschutz in der Gemeinde Oststeinbek zu überprüfen. Die Analyse zeigte, dass die Gemeinde Oststeinbek über ein ausreichend leistungsfähiges Kanalnetzsystem verfügt. Hydraulische Schwachstellen wurden in der direkten Umgebung von Grundstücken mit hohem Befestigungsgrad identifiziert. Durch die gekoppelte Simulation von Kanalnetz- und zweidimensionalem Oberflächenmodell ermöglichte die Analyse aber auch Aussagen zur Wirkung von urbanen Sturzfluten. Der Ergebnisbericht ist hier verfügbar:

Ergebnisbericht                                                                                                                      

Anlage 1 | Anlage 2 | Anlage 3

Die erste Bürgerinformation zum Thema Starkregen fand am 27.06.2019 statt. Zudem unterstützte die Gemeinde zwei Abschlussarbeiten zum Thema.

Franziska Huber, Studentin der Stadtplanung an der HCU Hamburg, erarbeitete im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit „Klimaanpassung für die Stadt von Morgen – Überflutungsschutz bei Starkregenereignissen als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel am Beispiel Oststeinbek“ in Vorbereitung weiterer Maßnahmen Fragestellungen, wie die Gemeinde eine bessere Information und Beratung an die Bürgerinnen und Bürger richten kann. Des Weiteren soll die Arbeit Erkenntnisse darüber erzielen, welche Instrumente die Gemeinde Oststeinbek anwenden kann, um die Umsetzung von Maßnahmen durch die Bürgerinnen und Bürger zum Schutz vor Überflutung bei Starkregen zu unterstützen.

Als weiteres Thema hat die Gemeinde an der HCU Hamburg eine Abschlussarbeit zum Thema „Möglichkeiten und Potentiale für eine multifunktionale, blau-grüne Straßenraumgestaltung in Oststeinbek, am Beispiel der Möllner Landstraße“ ausgeschrieben. Anlass hierfür ist die bevorstehende Sanierung der Oststeinbeker Hauptverkehrsader von der Stormarnstraße bis zur Landesgrenze. Um bei diesem Bauprojekt einen nachhaltigen Hochwasserschutz herzustellen, wird zurzeit eine Abschlussarbeit zu den Möglichkeiten der dortigen Starkregenvorsorge erstellt.