Neuaufstellung des Landschaftsplanes

Öffentliche Auslegung nach §11 BNatSchG i.V. §7 LNatSchG

Aufstellungsbeschluss

Die Gemeindevertretung Oststeinbek hat in der Sitzung vom 14. Dezember 2015 den Beschluss gefasst, ein Verfahren zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes einzuleiten. Die Neuaufstellung des Landschaftsplans als integriertem Bestandteil wurde am 07. März 2016 beschlossen und am
16. März öffentlich bekannt gegeben. Mit der Ausarbeitung der Planung wurde das Büro ALSE GmbH beauftragt. Der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss wurde am 24. Juni 2019 durch die Gemeindevertretung gefasst. Die erste öffentliche Auslegung wird hiermit öffentlich bekannt gemacht.

Anlass der Planung

Die Gemeinde Oststeinbek verfolgt durch die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan eine gesamthafte Fortschreibung der künftigen Entwicklung der Gemeinde und ihrer Ortsteile unter Berücksichtigung geänderter Rahmenbedingungen. Der bisher rechtswirksame Landschaftsplan stammt aus dem Jahr 1990. Empfohlen wird eine Neuaufstellung alle 20 Jahre. Mittlerweile wurde der Landschaftsplan bereits mehrfach berichtigt und 6-mal geändert, sodass kein ganzheitliches Konzept mehr besteht. Zudem entsprechen die Planinhalte und dargestellten Biotope in vielen Bereichen nicht mehr der Realität. Dies ist durch die natürlichen Veränderungsprozesse in der Landschaft sowie durch diverse Nutzungsansprüche bedingt und macht eine Neuaufstellung laut §11 Abs. 2 BNatSchG notwendig. Das Fortschreibungserfordernis wird auch durch die umfangreiche Novellierung der Naturschutzgesetzgebung in den vergangenen Jahren und die gestiegenen fachlichen Anforderungen für die Aufstellung eines Landschaftsplans begründet.

Aufgaben des Landschaftsplans

Der Landschaftsplan enthält „örtliche Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege“ (§ 11 Abs. 1 BNatSchG). Er stellt somit den Beitrag zu Naturschutz und Landschaftspflege im Rahmen der Flächennutzungsplanung dar. Er ist ein Fachgutachten, das auf Grundlage einer differenzierten Bestandsaufnahme Vorschläge für die örtlich erforderlichen Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege macht. Er dient der sachgerechten Abwägung von Nutzungskonflikten zwischen den Ansprüchen aus Naturschutz und Landschaftspflege und den Ansprüchen der sonstigen raumbeanspruchenden Flächennutzungen.

Geltungsbereich

Der Geltungsbereich umfasst das gesamte Gemeindegebiet. Es misst 1.131 ha, die sich auf den Ortsteil Oststeinbek mit 596 ha und Havighorst mit 535 ha verteilen. Die Gemeinde Oststeinbek liegt im Süden des Kreises Stormarn sowie des Landes Schleswig-Holstein. Das Gemeindegebiet grenzt im Norden an die Gemeinde Barsbüttel, im Osten an die Stadt Glinde, im Südosten an die Stadt Reinbek sowie im Westen und Südwesten an die Freie und Hansestadt Hamburg.

Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung

Die Planunterlagen des Landschaftsplans bestehen aus den folgenden Bestandteilen:

Textteil zum Landschaftsplan

Karte 1a:         Bestandskarte / Biotoptypenkarte – Ortsteil Oststeinbek, Maßstab 1:5.000

Karte 1b:         Bestandskarte / Biotoptypenkarte – Ortsteil Havighorst, Maßstab 1:5.000

Karte 1c:         Schutzgebiete und Ausgleichsflächen, Maßstab 1:10.000

Karte 1d:         Übersichtskarte Boden, Maßstab 1:15.000

Karte 2:           Analysekarte, Maßstab 1:10.000

Karte 3a:         Planungskarte – Ortsteil Oststeinbek, Maßstab 1:5.000

Karte 3b:         Planungskarte – Ortsteil Havighorst, Maßstab 1:5.000

Die Unterlagen, aus denen sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken sowie zu den wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, liegen in der Zeit vom

29. Juli bis einschließlich 30. August 2019


im Rathaus der Gemeinde Oststeinbek in 22113 Oststeinbek, Möllner Landstraße 20, im Zimmer 006 während folgender Zeiten

Montag             9.00 - 12.00
Dienstag           8.00 - 12.00
Mittwoch           geschlossen
Donnerstag     14.00 - 18.00
Freitag              9.00 - 12.00
und nach Vereinbarung,

aus. Während der Auslegungsfrist können alle an der Planung Interessierten Stellungnahmen schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgeben. Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung unberücksichtigt bleiben, wenn die Gemeinde den Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit der Neuaufstellung des Landschaftsplans nicht von Bedeutung ist.

Die Veröffentlichung der Bekanntmachung im Internet erfolgt unter der Adresse www.oststeinbek.de/aktuelles/amtliche-bekanntmachungen.html. Auf die Bereitstellung im Internet ist am 19. Juli 2019 in der Bergedorfer Zeitung hingewiesen worden.

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