Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes

Seit Anfang 2016 ist die Gemeinde Oststeinbek mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes sowie des Landschaftsplanes beschäftigt. Parallel wird seit 2017 ein Verkehrskonzept für den innerörtlichen Verkehr erarbeitet.

Bürgerveranstaltung „Oststeinbek 2030“

Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes und des Landschaftsplanes sowie der Erstellung des Verkehrskonzeptes hat am 30.06.2017 eine frühzeitige Bürgerveranstaltung in der Grundschule stattgefunden. Rund 230 Bürger haben bei dieser Veranstaltung teilgenommen. Nachdem ein allgemeiner Sachstandsbericht durch die verschiedenen Fachplaner erfolgt ist, hatten die Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Bedenken anzuregen und eigene Ideen zur künftigen Gemeindeentwicklung einzubringen. Anschließend bestand die Option in einem von drei Workshops zu folgenden Themen: Siedlungsentwicklung (Wohnen und Gewerbe), Verkehr sowie Umwelt und Landschaft aktiv die Zukunft in Oststeinbek mitzugestalten. In den Workshops standen für die Diskussionen in der Gruppe Fachplaner und die Verwaltung beratend zur Seite.

Das Protokoll der Veranstaltung finden Sie zum Download am Ende der Seite. 

Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan (FNP) ist das maßgebliche Steuerungs- und Planungsinstrument der räumlichen Gesamtplanung auf kommunaler Ebene. Er umfasst das gesamte Gemeindegebiet und steuert die Entwicklung der Gemeinde nach den voraussehbaren Bedürfnissen für die nächsten ca. 15 Jahre. Der Flächennutzungsplan wird nach dem im Baugesetzbuch vorgeschriebenem Verfahren neu aufgestellt und dient der Ordnung der Art der Bodennutzung. Er legt fest, welche Gebiete der Gemeinde wie genutzt werden sollen.  

Der Flächennutzungsplan ist formell bindend. Er ist Ausdruck gemeindlicher Planungshoheit, muss aber dennoch von der höheren Verwaltungsbehörde genehmigt werden. Daher müssen übergeordnete Ziele der Raumordnung sowie Landes- und Regionalplanung im Flächennutzungsplan berücksichtigt werden. Der Flächennutzungsplan schafft selber kein Baurecht, bildet aber die Grundlage für die Aufstellung von Bebauungsplänen. Die Vorgaben des Flächennutzungsplanes müssen sich in den Bebauungsplänen wiederfinden.  

Die Geltungsdauer des Flächennutzungsplanes ist nicht gesetzlich geregelt. Dennoch wird eine Neuaufstellung alle 15 Jahre empfohlen. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde Oststeinbek ist hingegen aus dem Jahr 1962 (Ortsteil Havighorst aus 1973). Dieser wurde im Laufe der fünfzig Jahre über 40-mal geändert und setzt sich nur noch aus einem „Flickenteppich“ zusammen ohne ein ganzheitliches Konzept.  

Verkehrskonzept

Oststeinbek wird durch den Pkw-Verkehr geprägt und dominiert. Die hohen Verkehrsbelastungen wirken sich negativ auf die Lebensqualität vor Ort aus.

Bedingt durch die intensiven regionalen verkehrlichen Verflechtungen mit den angrenzenden Städten und Gemeinden und dem erheblichen Anteil an ortsfremdem Durchgangsverkehr, wird die Gemeinde alleine das Verkehrsproblem nicht lösen können. Dafür bedarf es eines übergeordneten Verkehrskonzeptes. Im Zuge dessen ist die Gemeinde bereits in Abstimmung im Nachbarschaftsforum HH-Ost/östliches Umland mit den Nachbarstädten und –gemeinden, deren Ziel es ist, ein Verkehrsentwicklungskonzept für die Region aufzustellen.  

Dennoch gibt es die Möglichkeiten, die Verkehrssituation innerhalb der Gemeinde zu verbessern. Ein Verkehrskonzept für die Gemeinde sollte Maßnahmen enthalten, wie aktuelle und künftige Engpässe, Überlastungen und Konflikte entspannt werden können. Hierbei wird es sich vor allem um punktuelle Maßnahmen handeln. Neben Maßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses sollte das Verkehrskonzept auch Maßnahmen für alternative Mobilitätsangebote und Verbesserungsmöglichkeiten für den nicht-motorisierten Verkehr enthalten.   Siedlungs- und Verkehrsentwicklung bedingen sich gegenseitig. Folglich sollen parallel mit einer geplanten Siedlungsflächenausweisung im Flächennutzungsplan die verkehrlichen Auswirkungen abgeschätzt und eine effiziente Erschließung neuer Wohn- und Gewerbegebiete sowie öffentlicher Einrichtungen (z.B. neue Grundschule) über das Verkehrskonzept geplant werden.

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